25.03.2026
Das Sankt Katharinen-Krankenhaus Frankfurt erweitert seine Urologie: Am 1. April 2026 gehen zwei neue Operationssäle in Betrieb. Mit dem zusätzlichen OP-Trakt reagiert das Krankenhaus auf die steigende Nachfrage nach urologischen Eingriffen in Frankfurt am Main und der gesamten Rhein-Main-Region. In den vergangenen Jahren kam es aufgrund der hohen Nachfrage teilweise zu längeren Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.
Allein im Jahr 2025 wurden in der Klinik für Urologie knapp 5.000 stationäre sowie rund 4.000 ambulante Fälle behandelt. Mit der Erweiterung der OP-Kapazitäten soll die Versorgung weiter verbessert und die Wartezeit für geplante Eingriffe verkürzt werden.
Führendes Zentrum für moderne Prostatachirurgie
Bei der operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung zählt das Sankt Katharinen-Krankenhaus zu den führenden Einrichtungen in Europa. Mit über 1.000 Laserenukleationen pro Jahr gehört die Klinik zu den größten Zentren für dieses Verfahren. Die Laserenukleation der Prostata (HoLEP oder ThuLEP) gilt als modernes, minimalinvasives und besonders schonendes Operationsverfahren. Patientinnen und Patienten kommen hierfür nicht nur aus der Rhein-Main-Region, sondern aus ganz Deutschland nach Frankfurt.
Das angeschlossene Laserzentrum Frankfurt Rhein Main ist seit 2019 internationales Schulungs- und Referenzzentrum für die Laserenukleation der Prostata.
Auch in der operativen Therapie von Prostatakrebs zählt das Krankenhaus zu den führenden Kliniken in Deutschland. Nach Daten des Bundes-Klinik-Atlas wurden hier in Hessen die meisten entsprechenden Operationen durchgeführt. Die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Zahl an Eingriffen ist unter anderem auf die zunehmende Nachfrage nach roboterassistierten Operationen zurückzuführen.
Chefarzt Dr. med. Steffen Relecker sagt: „Unsere Urologie steht für hohe Expertise und Behandlungsqualität. Mit den neuen OP-Sälen können wir der stetig steigenden Nachfrage nach urologischen Eingriffen noch besser gerecht werden.“
„Die konsequente Weiterentwicklung innovativer Behandlungsmethoden kommt vor allem unseren Patientinnen und Patienten zugute. Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir allen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen gewähren“, so Chefärztin Dr. med. Gesa Dierke.
Die Geschäftsführung sieht in der Erweiterung einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Hauses: „Wir stärken damit die medizinische Qualität unseres Hauses“, sagt Geschäftsführerin Dr. Alexandra Weizel. „Mit der Investition von rund zwei Millionen Euro setzen wir ein starkes Zeichen für den Ausbau der urologischen Versorgung in Frankfurt und der Rhein-Main-Region“, ergänzt Geschäftsführer Martin Pfeiffer.
Einladung: Tag der offenen Tür am 5. Mai 2026
Interessierte sind herzlich eingeladen, den neuen OP-Trakt kennenzulernen und Einblicke in die moderne Urologie zu erhalten. Der Tag der offenen Tür findet am Dienstag, 5. Mai 2026, von 10.00 bis 17.30 Uhr für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende sowie die interessierte Öffentlichkeit statt. Von 17.30 bis 20.00 Uhr richtet sich das Programm speziell an Fachpublikum.
Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, OP-Instrumente und medizinische Simulatoren auszuprobieren und unter fachkundiger Anleitung selbst in die Rolle eines Operateurs zu schlüpfen. Ein besonderes Highlight ist die Demonstration eines Operationsroboters, der heute bei vielen urologischen Eingriffen eingesetzt wird.
Darüber hinaus stehen Expertinnen und Experten der Urologie für Gespräche zur Verfügung. Fachvorträge informieren verständlich über häufige urologische Krankheitsbilder und moderne Behandlungsmöglichkeiten.