Ergotherapie

Ergotherapeuten helfen und begleiten Menschen jeden Alters, die durch Krankheit, Behinderung oder Alter in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben haben. Ergotherapie zielt darauf ab, die Selbständigkeit der betroffenen Menschen zu erhöhen, sodass der Alltag in Beruf, Schule und Familie wieder so unabhängig wie möglich bewältigt werden kann.
(Quelle: DVE)

Ergotherapie erhalten Sie bei uns im Sankt Katharinen Krankenhaus bei folgenden Krankheitsbildern:

  • Schlaganfall/Apoplex
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Dementiellen Erkrankungen und anderen neurologischen Erkrankungen

Der Fokus der Ergotherapie richtet sich auf die ganzheitliche Behandlung: Im Zentrum steht der Mensch als vielschichtiges Individuum und seine Beziehungen zur Umwelt – also zu seinen Angehörigen und Freunden, seinem sozialen Umfeld, dem Beruf und der Wohnung, kurzum zu allem, was sein Leben ausmacht.
(Quelle: DVE)

Unsere ergotherapeutischen Maßnahmen werden gemeinsam mit dem Patienten an seine individuellen Einschränkungen und Schwierigkeiten angepasst. Aktivitäten des täglichen Lebens werden trainiert und verbessert. Können einzelne Handlungsabläufe nicht wieder vollständig ausgeführt werden, werden alternative Bewegungen und Verhaltensstrategien eingeübt. Neben den konkreten Alltagsübungen sind weitere Schwerpunkte der ergotherapeutischen Maßnahmen in unserem Haus die Beratung des Patienten unter Einbeziehung der Angehörigen, z.B. zur Gestaltung der häuslichen Versorgung oder der Wohnraumanpassung. Durch gezielte ergotherapeutische Maßnahmen kann dem Betroffenen (wieder) dazu verholfen werden, den vielfältigen Anforderungen seines Lebens gerecht zu werden. Seine Lebensqualität wird verbessert, und davon profitieren auch die Angehörigen.

 

Sensomotorische-perzeptive Behandlung

Die ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet:

  • Desensibilisierung und Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung/Koordination
  • Umsetzung und Integration der Sinneswahrnehmung/sensorische Integration
  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und -bahnen normaler Bewegungen
  • Verbesserung der zentral bedingten Störungen von Grob- und Feinmotorik zur Stabilisierung sensomotorischer und perzeptiver Funktionen, einschließlich der Verbesserung von Gleichgewichtsfunktionen
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit/Erlangen der Grundarbeitsfähigkeit
  • Beratung bezüglich geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld
  • Erlernen von Ersatzfunktionen

Um diese Ziele zu erreichen, greifen wir auf verschiedene Behandlungsansätze zurück, wie z.B. Bobath, Affolter, Perfetti und basale Stimulation.

 

Motorisch-funktionelle Behandlung

Die ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet:

  • Wiederherstellung der Beweglichkeit, Kräftigung der Muskulatur und Normalisierung der Geschicklichkeit/Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen
  • Entwicklung oder Verbesserung der Koordination von Bewegungs-abläufen, Förderung der funktionellen Belastbarkeit und Ausdauer
  • Verbesserung von Gelenkfunktionen, einschließlich Gelenkschutz
  • Erlernen der Nutzung der noch vorhandenen Kräfte/Ressourcen und Kompensation der noch verbleibenden Einschränkungen/Behin-derungen durch veränderte Verhaltensweisen und Arbeitsabläufe
  • Schmerzlinderung/Vermeidung der Entstehung von Kontrakturen
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit
  • Beratung bezüglich geeigneter Hilfsmittel und Änderungen im häuslichen und beruflichen Umfeld
  • Erlernen von Ersatzfunktionen

 

Hirnleistungstraining

Die ergotherapeutische Behandlung in diesem Fachbereich beinhaltet: 

  • Verbesserung und Erhalt kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese–Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten komplexer Handlungen (Handlungsplanung/Problemlösung), das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Person (Orientierung)
  • Entwicklung und Verbesserung der sozio-emotionalen Fähigkeiten u.a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte oder der Kommunikation
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung

Kognitives Training in der Gruppe (nach Dr. med. Franziska Stengel)

Das kognitive Training in der Gruppe soll allgemein geistig aktivieren und soziale Kompetenzen fördern. Es trägt zum Wohlbefinden bei und fördert somit den Genesungsprozess. Trainiert werden alle Hirnleistungen, alle Sinneswahrnehmungen, das Anpassen an neue Situationen, das Abrufen von schon angehäuftem Wissen, semantisch und episodisch vertiefende Informationsverarbeitung sowie kognitive Merkstrategien.