Milz

Die Milz liegt direkt unter dem Zwerchfell im linken Oberbauch und kann bei Quetschungen und Rippenbrüchen verletzt werden mit der Folge einer inneren Blutung, die  auch zeitversetzt erst Tage nach der Verletzung auftreten kann. Bei einer starken inneren Blutung muss notfallmäßig operiert und meist die Milz entfernt werden. Beim Erwachsenen ist die Milz verzichtbar, es bleibt jedoch eine eingeschränkte Tropentauglichkeit und eine Empfindlichkeit für Pneumokokken- und Haemophilus- Infektionen. Daher ist eine Impfung gegen diese Bakterien im Anschluss durchzuführen. 

Beim Kind hat die Milz eine wichtige immunologische Funktion, so dass man durch blutstillende Maßnahmen, Fibrinklebung, Einnähen in ein gespanntes Netz (sogenanntes Wrapping) versucht, die Milz zu erhalten. 

Bei Bluterkrankungen wie Sphärozytose oder idiopathisch thrombozytopenischer Purpura (Morbus Werlhoff) besteht eine erhöhte Blutmauser dadurch, dass die defekten Blutzellen in der Milz ausgefiltert und abgebaut werden. Ist die Blutmauser sehr stark (Hypersplenismus) und mit Medikamenten nicht zu beherrschen, ist in diesen Fällen zur Besserung des Gesamtzustandes eine Entfernung der Milz angezeigt. Diesen Eingriff können wir in der Regel über eine Bauchspiegelung (laparoskopisch) durchführen, ebenso das Entdeckeln von Milzzysten.