Eingeweidebrüche (Hernien)

Eingeweidebrüche (Hernien) sind Ausstülpungen der Bauchhöhle, häufig an vorgeformten Schwachstellen der Bauchwand, so am häufigsten in der Leiste, wo beim Mann der Samenstrang, bei der Frau ein Mutterband durch die Bauchdecke tritt. An diesen Strukturen entlang kann sich ein Leistenbruch ausbilden. Die Leistenbruchoperation ist die am häufigsten durchgeführte Bauchoperation.

Wir bieten die folgenden Operationsverfahren zur Versorgung von Leisten- und Schenkelbrüchen an:

 

Methoden

  • Methode nach Lichtenstein: Hier wird über einen kleinen Schnitt quer in der Leiste der Bruch in den Bauch zurückgeführt und die Lücke mit einem Kunststoffnetz auf der Innenseite überdeckt.

  • Total Extraperitoneale Patchplastik (TEPP): Bei diesem minimal invasiven Verfahren legen wir ebenfalls ein Kunststoffnetz zur Verstärkung auf die Innenseite der Bauchwand, allerdings über drei kleine Einstiche unter der Sicht einer Kamera (endoskopisch). Der Vorteil hierbei ist, dass beide Körperseiten über den gleichen Zugang erreicht werden können.
  • Methode nach Shouldice: Diese Methode ist über Jahrzehnte bewährt und vermeidet die Kunststoffnetzimplantation. Über einen kleinen Schnitt in der Leiste wird das körpereigene Material übereinander gedoppelt. Wir empfehlen diese Methode heute bei Schulkindern und Jugendlichen.

 

Narben- und Bauchwandbrüche

Narben stellen Schwachstellen der Bauchdecke dar, an denen es zu Hernien kommen kann. Wir versorgen sie, indem wir ein Kunststoffnetz unter die Ränder der Bauchdecke implantieren (Sublaytechnik).

 

Nabelbruch

Kleine Nabelbrüche versorgen wir in der Methode nach Mayo, bei der die tragende Bauchdeckenschicht durch Naht übereinander gedoppelt wird. Größere Brüche versorgen wir mit einem Kunststoffnetz, das unter diese Gewebsränder implantiert wird (Sublay).

 

Zwerchfellbruch

Diese können wir meist durch eine Bauchspiegelung oder Brustkorbspiegelung endoskopisch versorgen.

 

Wasserbruch (Hydrozele)

Der Wasserbruch ist keine Hernie im medizinischen Sinne, sondern eine Flüssigkeitsansammlung in den Hodenhüllen. Diese können sehr groß werden und Beschwerden verursachen. Wir versorgen sie in der Methode nach Winkelmann über einen kleinen Schnitt in der Leiste.