Niere

Gutartige Nierenerkrankungen

Nierenbeckenentzündung/Pyelonephritis

Eine Nierenbeckenentzündung entsteht in der Regel als aufsteigende Infektion im Rahmen einer Blasenentzündung. Im akuten Fall kann die Entzündung mit hohem Fieber, starken Flankenschmerzen und allgemeiner Abgeschlagenheit einhergehen. Die Infektion kann bei inadäquater Therapie zur Narbenbildung im Nierengewebe führen. Eine stationäre Therapie mit Antibiotikinfusionen wird empfohlen, um bleibende Nierenschäden zu vermeiden.

 

Nierenabszess

In seltenen Fällen kann im Rahmen einer Nierenbeckenentzündung eine Abkapselung infizierter Sekrete im Nierengewebe entstehen (Abszess). Da diese Eiteransammlungen ab einer gewissen Größe nicht mehr allein durch die Antibiotikatherapie zurückgehen, wird manchmal die Abszesspunktion notwendig. Dies erfolgt bei uns in Narkose unter sonographischer Steuerung und Röntgenortung. Nach Einlage einer Drainage kann damit die Infektion optimal behandelt werden, ohne die Niere zu gefährden.

 

Nierenzysten

Zysten sind mit wässriger Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die an verschiedenen Organen entstehen können. In der Regel haben sie keine negativen Folgen auf die Organfunktion. Bei sehr großen Nierenzysten oder ungünstig gelegenen Zysten kann es zu einer Drucksymptomatik kommen (Schmerzen bzw. Stauung der Niere). In solchen Fällen führen wir in laparoskopischer Technik eine Entfernung der Nierenzyste durch.

 

Schrumpfniere/funktionslose Niere

Aufgrund von Gefäßerkrankungen oder Erkrankungen des Nierengewebes oder aber bei einer chronischen Stauung der Niere kann es zum kompletten Funktionsverlust des Organs kommen. Da funktionslose Nieren teilweise Steine bilden und Infektionen begünstigen können, empfehlen wir in diesen Fällen die Nierenentfernung in minimal-invasiver Technik (=Schlüssellochtechnik) als laparoskopische Nephrektomie.


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