Informationen für Patienten und Ärzte

Patientenaufnahme

 

Wer wird behandelt?

Aufgenommen werden Patienten durch Verlegung aus dem Akutkrankenhaus oder über eine Einweisung durch den Hausarzt. Eine frühestmögliche Aufnahme ist anzustreben.

Der Patient sollte über 60 Jahre alt sein.

Voraussetzung für die Aufnahme sind die stationäre Behandlungsnotwendigkeit sowie ein erkennbares oder zu erwartendes Behandlungspotenzial und -ziel.

 

Die Aufnahme kann verhindert werden durch:

  • schwere Demenz mit fehlender Kooperation (Mini-mental Status unter 10)
  • rasch fortschreitende Leiden (z.B. metastasierende Karzinome)
  • infektiöse Krankheiten

Besteht Unsicherheit darüber, ob eine geriatrische Behandlung notwendig oder möglich ist, kann dies von uns durch eine eingehende Untersuchung geklärt werden (Geriatrisches Konsil).

 

Dies ist häufig bei folgenden Krankheitsbildern gegeben:

Chirurgie/Orthopädie:

  • Zustand nach Arm und Beinfrakturen, Gelenkersatzoperationen
  • Mobilitätseinschränkungen nach Stürzen, Wirbelsäulen
  • Frakturen, degenerative Gelenkerkrankungen
  • Gleichzeitig bestehende internistische oder neurologische Erkrankungen

Innere Medizin:

  • Zustand nach Apoplex (Schlaganfall)
  • Herzkreislauferkrankungen mit zunehmender Immobilität,
    arterielle Durchblutungsstörungen.
  • Diabetes Spätfolgen, Unterschenkelgeschwüre
  • Gleichzeitig bestehende chirurgische oder neurologische Erkrankungen

Neurologie/Psychiatrie:

  • Zustand nach Apoplex, Hirn-OP, Wirbelsäulen-OP
  • Polyneuropathien
  • Morbus Parkinson
  • Guillain-Barré-Syndrom
  • Lähmungen und Kontrakturen verschiedener Ursachen
  • Gleichzeitig bestehende chirurgische oder internistische Erkrankungen

 

Dauer des Aufenthalts

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Behandlungsbedürftigkeit. Eine Entlassung steht bevor, wenn mit ambulanten oder teilstationären Mitteln weiterbehandelt werden kann.

 

Für die Aufnahme in der Klinik für Geriatrie sind folgende Schritte durch den behandelnden Arzt unbedingt zu beachten:

Vorbereitende Maßnahmen

  • Der Patient ist über den Zweck der Verlegung/Einweisung aufgeklärt und stimmt der Weiterbehandlung in der Klinik für Geriatrie im Hufeland-Haus zu.
  • Der Anmeldevordruck wird ausgefüllt und möglichst per Fax (Nummer auf dem Vordruck) an die Klinik gesandt. Die telefonische oder schriftliche Terminzusage erfolgt umgehend.
  • Dem Patienten wird mitgegeben: Verlegungsbericht mit genauer Diagnose, Dauer und Art der vorausgegangenen Behandlung und Medikation, Ergebnisse vorausgegangener Untersuchungen und Röntgen-Bilder.
  • Vor der Verlegung sollten möglichst keine Hilfsmittel, wie Rollstuhl, Gehhilfen, Prothesen etc. verordnet werden.
  • Die Verlegung oder Einweisung erfolgt zum vereinbarten Termin.

 

Der Patient sollte mitbringen:

  • Toilettenartikel
  • Tageskleidung
  • Vertraute und bequeme Schuhe oder geschlossene Hausschuhe
  • Morgen- oder Bademantel
  • Ausreichend Unterwäsche und Strümpfe
  • Bequeme Therapiekleidung, wenn möglich Trainingshose (ohne Innenfutter) und kurze Turnhose oder Shorts
  • Badebekleidung
  • Hilfsmittel (z.B. Brille, Prothesen, Hörgerät, u.a.)
  • Krankenversicherungskarte

Für die Dauer des Aufenthaltes sollten Sie ausreichend Privatwäsche mitbringen. Die Reinigung Ihrer Schmutzwäsche ist möglichst vorher zu regeln.

Wertsachen lassen Sie bitte zu Hause. Bitte denken Sie auch an Freizeitbeschäftigungen. Bücher, Zeitschriften, ein Radio/Walkman u.ä. können für Abwechslung sorgen. Ein kleines Bücherangebot finden Sie auf jeder Station der Klinik.

 

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten für den stationären oder teilstationären Aufenthalt werden durch die Krankenkassen übernommen. Damit sind alle durch Pflege, Therapie, ärztliche Versorgung und Unterbringung entstehenden Kosten bis auf die gesetzliche Eigenbeteiligung abgegolten.

Zu einer Eigenbeteiligung an den stationären Krankenhauskosten ist jeder gesetzlich krankenversicherte Patient oder sein Angehöriger verpflichtet (gemäß § 39 Abs. 4 SGB V). Die Höhe der Eigenbeteiligung legen die Krankenkassen fest.

Privatärztliche Leistungen des leitenden Arztes der Geriatrischen Klinik des Sankt Katharinen-Krankenhauses im Hufeland-Haus, Herrn Dr. med. Leonhard Fricke, sowie aller beteiligten liquidationsberechtigten Ärzte des Sankt Katharinen-Krankenhauses, Institute, Konsiliarärzte und fremden ärztlich geleiteten Einrichtungen, werden von diesen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) oder nach den für sie geltenden Tarifen berechnet.

Weitere entgeldpflichtige Wahl- und Serviceleistungen sind:

  • Unterbringung in einem Einzelzimmer
  • Telefon